TRADITIONS­GEMEINSCHAFT JABOG 32
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Technisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe - Abteilung Süd

(vorher: Ausb. Wkst. der Luftwaffe "Lechfeld")

 

Die Ausbildungswerkstatt Lechfeld ist der technischen Gruppe des Geschwaders unterstellt und bildet pro Jahr 20 Fluggerätmechaniker (FGM) (Fachrichtung: Instandhaltungstechnik) und 12 Elektroniker für Geräte und Systeme (EGS) mit einer dualen Ausbildung über 3,5 Jahre aus.

 

Die Ausbildung zum FGM enthält u.A.:

  • Grundausbildung Metall und Grundkenntnisse der Elektrotechnik (1. Lehrjahr)

    *Update: Seit September 2014 dauert die 'Grundausbildung Metall' nur noch 8 Monate, danach geht es direkt ans Luftfahrzeug.

  • Grundausbildung am Luftfahrzeug und Triebwerken (2. Lehrjahr)

  • Fachausbildung am Luftfahrzeug (3. Lehrjahr)

  • Wiederholungen und Vorbereitung auf die Abschlussprüfung (4. Ausb.-Halbjahr)

     

    Außerdem neu seit 2014:

    Früher mussten zum Erwerb der Freigabeberechtigung "CAT A" für zivile Luftfahrtunternehmen (LufthansaTechnik, ect..) alle Module separat bestanden werden. Seit 2014 sind diese im Berufsschul-Unterricht und dem damit verbundenem neuen Lehrplan enthalten. Es müssen daher keine einzelnen Module mehr absolviert werden.

 

Die Ausbildung zum EGS enthält u.A.:

  • elektronische Systeme analysieren und Funktionsprüfungen durchführen

  • Elektroenergieversorgung für Geräte und Systeme realisieren und sicherstellen

  • Geräte und Systeme in Stand halten

  • Geräte u. Systeme planen und realisieren und Fertigungs- und Prüfsysteme in Stand halten

Die Zwischenprüfungen für beide Ausbildungsberufe finden nach etwa 18 Monaten statt.

 

Berufsschule für Fluggerätmechaniker:

1. - 4. Lehrjahr

 Berufsschule 1

Haunstetter Straße 66

86161 Augsburg

 

Berufsschule für Elektroniker:

1. Lehrjahr:

Berufsschule 7

Haunstetter Straße 66

86161 Augsburg

 

2. - 4. Lehrjahr:

stattl. Berufsschule

Spitalfeldstraße 11

86899 Landsberg (am Lech)

  

++ für Bewerber zum Ausbildungsberuf ++

 

  • Abgabe der Bewerbung bis 31. Oktober des Kalenderjahres

  • mind. Qualifizierter Hauptschulabschluss (QA)

  • formloses Bewerbungsschreiben mit Angabe des Ausb.-Berufes (FGM oder EGS)

  • tabellarischer Lebenslauf (maschinell od. handgeschrieben)

  • Jahreszeugnis der besuchten Schule (Fotokopie)

  • formlose Einverständniserklärung der Eltern bei Bewerbern unter 18 Jahren

  • eine Kopie der Geburtsurkunde

Bewerber werden zu einem Einstellungstest und einem nachfolgendem Bewerbungsgespräch eingeladen.

 

Geschichte der Ausbildungswerkstatt

 

 

1961 begannen die ersten Fluggerätmechaniker und Kratffahrzeugmechaniker ihre Ausbildung in Lechfeld. (bei letzteren endete "das Programm" allerdings schon 1973.)

Entsprechend der Trends in der Luftfahrt entwickelte sich zwischenzeitlich das Berufsbild der Flugzeugmechaniker und Fluggerätmechaniker und es erfolgte die Spezialisierung auf die Fachrichtung Instandhaltungstechnik. Auch bei Elektronikern, die seit 1984 ihre Ausbildung im Verband erhalten, ist eine vergleichbare Entwicklung zu verzeichnen. Waren es zunächst "Nachrichtengerätmechaniker/Funkelektroniker" und in der Folge "Kommunikationselektroniker Fachrichtung Funk", so sind es heute Elektroniker für Geräte und Systeme in der Fachrichtung "Informations- und Kommunikationstechnische Geräte" mit der Abkürzung "EGS".

 

Die Ausbildung wird von zivilen Angestellten der Bundeswehr übernommen.

(logische Schlussfolgerung → die Auszubildenden sind ebenfalls Zivilisten und haben keinen militärischen Dienstgrad.)

 

Die fachliche Aufsicht hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) übernommen. Hier wird nach 3,5 Jahren die Facharbeiterprüfung abgelegt. (Theorie bei der IHK bzw. in der Berufsschule, Praxis in der Lehrwerkstatt)

 

Neben Ausbildungsmodellen stehen den Azubis auch Triebwerke (derzeit: J-79, RB199 und ein Schnittmodel eines Alphajet-Triebwerks - Stand: April 2013) und sieben bodentaugliche Luftfahrzeuge zur Verfügung. (derzeit: 2x PA200 "Tornado", 2x F-104G "Starfighter", 1x "Piaggo", 1x Donier "Do-28" und seit etwa September 2012 einen Hubschrauber vom Typ "Bo105")

 

Diese Maschinen dürfen zwar nicht mehr fliegen, aber alle wesentlichen mechanischen Funktionen, beispielsweise das Anlegen des Außenbordstroms, das Fahren des Fahrwerks, Klappen und Ruder sind mit diesen Fluggeräten möglich und nach durchgeführter Arbeit hat der Azubi die Möglichkeit eine Funktionsprüfungen durchzuführen und an einem Erfolgserlebnis teilzuhaben.

 

Dazu kommen die 'Praktika' in der Instandsetzungsstaffel (I-Staffel, für Fluggerätmechaniker), die seit Ende 2012 aufgrund der Umstrukturierung der Bundeswehr und der damit verbundenen Auflösung des Geschwaders für die Azubis leider nicht mehr möglich sind.

Die Elektroniker für Geräte und Systeme absolvierten bis Ende 2012 ihre 'Praktika' in der Elo-Staffel.

 

Nicht ohne Stolz darf das (ehemalige) Jagdbombergeschwader 32 darauf verweisen, dass es mit über 100 Ausbildungsplätzen einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region ist.

 

Anhang zur Außerdienststellung des JaboG32 mit Ablauf des 31. März 2013:

 

Die derzeit angestellten Auszubildenden können natürlich ihre Ausbildung auf dem beheimateten Flugplatz Lechfeld fertig absolvieren, genießen allerdings nicht mehr die Vorzüge der Vorjahre mit den Praktika in den einzelnen Staffeln.
Es werden mit dem 01. September 2013 auch noch ein Satz neuer Azubis eingestellt, wie es danach aussieht ist derzeit noch unbekannt. (Stand: April 2013)

 

Gewiss ist aber, dass im Laufe des Jahres die technische Schule der Luftwaffe 1 (TSLw 1) von Kaufbeuren nach Lechfeld verlegt wird, da der Standort Kaufbeuren bis 2018 endgültig geschlossen werden soll. (Presseerklärung des BMVg vom 26. Oktober 2011)

 

 Ausbildungs-Waffensysteme "Tornado" und "Starfighter" beim "Last Call" am 21. März 2013

 

(Zwei Ausbildungsmaschinen vom Typ "PA200 Tornado" und "F-104G Starfighter" mit der "Last Call-Sonderlackierung" zur "Last Call Veranstaltung" am 21. März 2013)

 

 Folgend einige Aufnahmen des Lehrdocks (Geb. 66)


- Es gilt das deutsche Urheberrecht - Copyright (©) 04/2013 by M. Stanchly
Die hier gezeigten Fotos dürfen NUR auf dieser Webseite (www.JaboG32.de) verwendet werden!
Die Aufnahmen entsprechen dem Stand vom 10. April 2013

Lehrdock - Gebäude 66 - hier werden die Azubis ab dem zweiten Lehrjahr ausgebildet.

 (Lehrdock im Überblick)

 

Ein Azubi aus dem zweiten Lehrjahr arbeitet am rechten Taileron des Tornados. Azubis beim Zerlegen der Bremsen des F-104G "Starfighter" Ebenfalls Azubis aus dem zweiten Lehrjahr beim Ziehen der Zylinder.

 (Azubis des zweiten Lehrjahres arbeiten am Taileron des Tornados (Bild 1), an den Bremsen einer F-104G (Bild 2) und am Zylinder der Donier 28)

 

Die "hauseigene Sonderlackierung", ins Leben gerufen durch verschiedene Azubis Die "hauseigene Sonderlackierung", ins Leben gerufen durch verschiedene Azubis

(die "hauseigene Sonderlackierung der Ausb.Wkst, lackiert von Azubis)

 

 

Die Ausbildungswerkstatt (Geb. 69) zum 50-jährigen Jubiläum 2011
 (Ausbildungswerkstatt zum 50-jährigen Jubiläum 2011 & drei F-104G "Starfighter" der ABW im Jahr 1993 - Fotos (©) F. Schmidl)


Legende:

  • FGM = Fluggerätmechaniker

  • EGS = Elektroniker für Geräte und Systeme

  • IHK = Industrie- und Handelskammer

  • I-Staffel = Instandsetzungsstaffel

  • Elo-Staffel = Elektronikstaffel

  • JaboG 32 = Jagdbombergeschwader 32 (Lechfeld)

 

 

Bewerbungen sind zu richten an:

Bundeswehr-Dienstleistungszentrum

Fürstenfeldbruck
Straße der Luftwaffe 233a
82242 Fürstenfeldbruck


Tel.: 08141/ -5360

                   -2325

Anschrift der Ausbildungswerkstatt Lechfeld:

Ausbildungswerkstatt Jagdbombergeschwader 32
Lechfeldkaserne
86836 Lagerlechfeld

 

Tel.: 08232/907 -3800

                        -3801

 

 

Autor:    M. Stanchly, (© April 2013, JaboG32.de)

Quellen: - Broschüre "Kurzinformation der Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe in Lechfeld"

            - www.BMVg.de

Fotos:   - M. Stanchly (Lehrdock, Last Call und Azubis)

            - F. Schmidl (Ausb.Wkst. und F-104G 1993)


 

Patch der Ausbildungsstaffel des JaboG 32Patch des Lehrdocks etwa 1994