TRADITIONS­GEMEINSCHAFT JABOG 32
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Die Luftwaffensanitätsstaffel

Will man über eine militärische Einheit vernünftig berichten, möchte man immer gerne zuerst das Wappen dieser Einheit darstellen, als Blickfang zuzusagen. Und genau damit geht bei meiner Darstellung der LwSanStff JaboG 32 das Dilemma bereits los.

So ein richtiges, offiziell genehmigtes Wappen hatten die damals noch nicht und es hat sich ehrlicherweise auch keiner drum gekümmert. Es gab ein erstes inoffizielles Abzeichen, welches das Geschwaderwappen komplett übernahm, es wurde lediglich in den Hintergrund ein rotes Kreuz gelegt und der Staffelnamen eingefügt.

In den späteren Jahren war uns das dann zu "kriegerisch", der stürzende Adler und die NATO-Windrose wurden entfernt, ein gelber Hintergrund eingebracht. Der Namenszug verschwand wieder und der Äskulapstab tauchte erstmalig auf. Dieses Wappen, ebenfalls nicht offiziell genehmigt, benutzten wir bis zur Ablösung vom Geschwader.

Danach gingen wir es offiziell an und ließen uns ein Wappen für das SanZ Untermeitingen offiziell mit allem Drum und Dran genehmigen. Es hat die Form des Geschwaderwappens, den Rautenblock links oben und der berühmten Winkelstellung und auf blauem Hintergrund das Zeichen des zentralen Sanitätsdienstes.

Aber das ist ja nicht mehr Thema dieser Homepage. Also wähle ich einen Mittelweg und zeige Ihnen einfach alle drei Wappen.

frühes Staffelwappen Staffelwappen bis 2002 Wappen SanZ Untermeitingen


Aber nun zur Geschichte der LwSanStff JaboG 32:

Seit der Indienststellung des Geschwaders war die Luftwaffensanitätsstaffel ein fester Bestandteil des Jagdbombergeschwaders 32. Sie war organisatorisch der Fliegerhorstgruppe zugeordnet, zusammen mit Sicherungsstaffel und Kfz Staffel. Die Aufgabe der Sanität blieb und bleibt über alle Jahre ihres Bestehens gleich: die ärztliche und zahnärztliche Versorgung aller Soldaten des Standortes und bei Übungen und Einsätzen musste sichergestellt werden. Damit trug sie wesentlich zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft des Geschwaders bei.

San Staffel 1958

Das Gebäude der SanStff im Jahr 1958

Das inzwischen historische Gebäude 35 aus dem Jahre 1934, das schon zu früheren Zeiten die Sanität beherbergt hatte, wurde auch mit Bezug der Lechfeldkaserne durch die Bundeswehr (1956) erneut zur Heimat der Sanitätsstaffel. Es verfügte bereits über infrastrukturelle Einrichtungen, die zur ambulanten oder stationären Versorgung der Soldaten am Standort gut genutzt werden konnten.

Es gab Sprechzimmer für Truppenärzte und Zahnärzte, Behandlungsraum, Not-OP, Labor, Röntgenraum, Krankenstation, sowie die sonst in einer militärischen Einrichtung üblichen Organisationselemente. Da sich der Anlass für die Arbeit: das Heilen und Gesunderhalten der Soldaten über die Jahre nicht verändert hat, verwundert es auch nicht, dass die Arbeit in der Sanität über die Jahre im Prinzip gleich geblieben ist. Die Geräte, Fahrzeuge und Methoden haben sich dem Stand der Zeit angepasst, aber sonst ähneln sich viele Arbeitsabläufe doch sehr stark.

Stafflübergabe

Staffelübergabe 1972

Neue Facetten der Arbeit sind jedoch auch hinzugekommen, als die Bundeswehr begann von "dem erweiterten Aufgabenspektrum" zu sprechen: Die Soldaten der schnellen Eingreiftruppe der NATO (NRF) mussten z.B. gegen 13 Erkrankungen geimpft werden, wobei dabei auf einen Einzelnen bis zu 30 Injektionen zukommen konnten. Anfangs war dies eine kostenintensive Sensation, später ist es zur täglichen Routine geworden. Wir richteten sogar eine eigenes Impfzimmer mit einem eigens dort fast ständig anwesenden "Impfgott" ein, der alles im Griff hatte.

Hatten die Sanitätssoldaten bisher immer "nur" an Übungen im In- und Ausland zur Sicherstellung der Ersten Hilfe oder zur Unterstützung des Fliegerarztes teilgenommen, so mussten sie jetzt auch aktiv an Auslandeinsätzen teilnehmen. Der Bogen spannte sich im Laufe der Jahre von "Friedenssicherung", über "robuste Friedenssicherung" bis zum "Kriegseinsatz" (Aber der kam von der Wortwahl her erst ins Spiel, als das SanZ eigenständig war). Die Angehörigen der LwSanStff taten in den Jahren ab 1993 Dienst in: Afghanistan, im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina, Kuwait, Djibouti, Usbekistan, Kanada, Italien, Alaska, Französisch Guyana, Polen, Tschechien und Dänemark. Angesichts dieser sehr fordernden Belastung rückte die reine stationäre Versorgung der Soldaten etwas in den Hintergrund. Auch wurde wegen dieser hohen Einsatzbelastung der geforderte Ausbildungstand des Personals wurde massiv noch oben geschraubt. Gab es früher eigentlich nur vereinzelt den sog. ,,SanUffz Schockbekämpfer" (und das waren schon die Spezialisten schlechthin!), so sind inzwischen voll ausgebildete und regelmäßig weitergebildete Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Einsatzsanitäter im Dienst. Die Truppenärzte sind in der Regel Fachärzte für Allgemeinmedizin, oder auf dem Weg dazu und besitzen die Fachkunde ,,Rettungsmedizin".

Bis zum 1. April 2002 war die LwSanStff wie bereits erwähnt, ein Bestandteil des Geschwaders und damit voll integriert. Den damit verbundenen Wechsel in eine Selbstständigkeit und besser, in eine neue Unterstellung, erlebte ich als Staffelchef der LwSanStff JaboG 32 seit meiner Versetzung ins Lechfeld im Dezember 1991 hautnah mit.

Ein Händedruck zum Abschied vom Geschwader

Der Kommodore Oberst Stütz verabschiedet die LwSanStff JaboG 32 aus dem Geschwaderverbund


Anlässlich unserer 50-Jahrfeier 2008 schrieb ich in einer recht subjektiv formulierten Chronik die folgenden Zeilen nieder. In ihnen ist die Anbindung der Staffel an das Geschwader und die Auswirkungen der Ablösung vom Geschwader recht gut zu erkennen:

,, Der 28. Dezember 1991 war ein kalter, sonnenloser Tag. An diesem Tag übernahm ich die Führung der LwSanStff JaboG 32 von OFArzt Dr. Joachim Knöfel. Das Personal der Staffel war im Hof vor dem Gebäude angetreten, die Gäste saßen zusammengekauert im Schutze der Hauswand vor dem Staffelgebaude. Die Übergabe leitete der stellv. Kommandeur der Fliegerhorstgruppe, Major Barbas. Der damalige Kommodore des JaboG 32, Oberst Bretschneider nahm als Gast teil.

Mir war während der kurzen Zeit der Übernahme der Staffel schnell klar geworden, dass in diesem Haus ein ganz besonderer Teamgeist herrschte und geherrscht hat. "Ich bin der Neue und ich komme jetzt öfter!..." waren die ersten Worte die ich zu Frau Ott, der Schreibkraft im Vorzimmer des Staffelchefs gesagt habe und es hat sich als zutreffend herausgestellt, inzwischen sind 17 Jahre daraus geworden.

Die LwSanStffJaboG 32 war damals ein fester Bestandteil der Fliegerhorstgruppe JaboG 32. Drei Truppenärzte, ein Vertragsarzt und drei Zahnärzte hielten in dem nach einer Renovierung wieder eröffneten Gebäude 35 ihre Sprechstunden ab. Der Vertragsarzt war ein sympathischer, etwas korpulenter älterer Herr, der schon seit ca. 20 Jahren regelmäßig im Haus arbeitete und der bei den Kaffeepausen so herrlich spannend über die früheren Zeiten im SanRevier berichten konnte. Es war unser Dr. Groll. Er konnte aber auch nicht minder faszinierend von seiner Zeit als Fallschirmjäger auf Kreta mit seiner Verwundung in der Sarnariaschlucht oder als Feldunterarzt in den letzten Kriegsmonaten in Italien mit Zuständigkeit für ein deutsches Feldbordell berichten. Und wenn diese Themen keinen Gesprächsstoff mehr lieferten, berichtete er von seiner großen Leidenschaft, der Jagd am Hopfensee. Es war immer ein Erlebnis, mit ihm zusammen zu sitzen.

In der Frühgeschichte der Staffel gab es hinter dem Haus eine eigene Minigolfbahn, die mit Eigenmitteln in das dortige Wäldchen gebaut worden war, es gab eine Bocciabahn und ein sog. Modulhaus mit ausgebauter Bar und Pool-Billardtisch. Von der feierlichen Eröffnung der Anlage durch den damaligen Inspekteur den Sanitäts- und Gesundheitswesens, Generalarzt Dr. Albrecht, gibt es noch zahlreiche Fotografien. Fast hätte man über diesem umfangreichen Freizeitangebot vergessen können, dass natürlich der dienstliche Auftrag immer unangefochten im Mittelpunkt der Arbeit der SanStaffel stand. Damals gab es leider immer wieder Flugunfälle und Flugzwischenfälle zu beklagen, die immer die Sanität in Bewegung hielten.

hinten in der Mitte: der Chef

Übergabe der Schere an GenArzt Dr. Albrecht zum Eröffnen der Minigolfbahn

Nach und nach hörte ich viele kleine und große Geschichten, die sich ums Haus rankten. So gab es einmal einen Soldaten des Hauses, der nachts bei einer feucht-fröhlichen Feier im Obergeschoß des Hauses — dort waren früher die Wohnstuben für die Soldaten untergebracht — mit Schwung rückwärts in das obere Stockbett springen wollte. Er nahm zu viel Anlauf und fiel rücklings aus dem offenen Fenster. Wegen seines offensichtlich sehr aufmerksamen Schutzengels kam er lebend unten an, jedoch mit Knochenbrüchen, die ihm, in Zusammenarbeit mit dem Alkohol, ein aufrechtes Stehen unmöglich machten. Er kroch also um das Haus herum und klingelte dem UvD an der Eingangstür. Der öffnete, sah aber niemanden, da er nicht zu Boden schaute. Erst nachdem er die Tür wieder geschlossen hatte und erneut geläutet wurde, blickte er zu Boden und fand den Kameraden, der dringend seiner fachlichen Hilfe bedurfte. Diese Geschichte wurde mir mehrmals erzählt, den Fensterspringer lernte ich als Zivilangestellten des Geschwaders noch persönlich kennen.

Zu Beginn der 90er Jahre übernahm das Geschwader einen Auftrag im Rahmen der AMF, der schnellen Eingreiftruppe für die NATO. Wir als Staffel hatten plötzlich die Aufgabe, uns über die sanitätsdienstliche Versorgung eines solchen NATO-Auftrages Gedanken zu machen. Dies taten wir gründlich und heraus kam ein für damalige Verhältnisse neues, schon fast als revolutionär anzusehendes Modell einer modularen Sanitätsversorgung, die sich nicht auf die bis dahin üblichen Bausteine der SanStaffeln der Typen A bis D abstützte. Wegen dieses Modells mussten mein damaliger Ausbildungsoffizier und ich extra beim Leitenden Sanitätsoffizier der Luftflotte persönlich in Köln-Wahn erscheinen, um uns sagen zu lassen, dass wir einen Irrweg gingen und dass wir die Reklame für unser System einzustellen hätten. Es war richtig enttäuschend, denn wir hatten Lob erwartet und wurden demotivierend gerügt. Aber die Geschichte gab uns im Nachhinein Recht, die Sanitätsversorgung aller Einsätze der Bundeswehr im Ausland erfolgt über sog. MSE (Modulare Sanitäts-Einrichtung).

Das Personal der SanStaffel nahm zusammen mit dem Geschwader an Übungen im In- und Ausland, sowie an Einsatzerkundungen teil. Es ging in die Osttürkei (Diyarbakir, Erhac, Ankara, Balikeshir), nach Sardinien, Kanada (Goose Bay, Cold Lake) oder in die USA (Nellis AFB). Es war eine sehr interessante Zeit. Und genau während eines solchen Auslandskommandos in Cold Lake im Jahr 1995 erreichte mich die Nachricht, dass sich das Geschwader darauf einstellen sollte, noch im Sommer auf den italienischen Flugplatz San Damiano bei Piacenza zu verlegen. Unsere Staffel bekam den Auftrag, dort zu erkunden und dann eine Personal- und Materialliste zusammenzustellen. Das Personal sollten vorzugsweise wir "Lechfelder" stellen, unterstützt durch die SanStff des AG 51 in Kropp. Meine Versuche, gleich eine Materialliste und Personal für mehr als 2 Monate zusammenzustellen, wurden wieder einmal von höherer Stelle rüde unterbrochen: ich könne mit Sicherheit davon ausgehen, dass der ganze Auftrag innerhalb von 6 Wochen erledigt sei, hieß es. Es dauerte bis 2001, bis der letzte SanSoldat Piacenza verlassen konnte. Der UN-Einsatz, gefolgt vom SFOR und vom IFOR-Einsatz nahm viel Zeit in Anspruch, brachte aber auch viele neuen und auch guten Erfahrungen für uns.

3 Container, ein Materialzelt auf einer alten Abstellplatte am Taxiway

Das Rettungszentrum 2 des EG 1 in San Damiano bei Piacenza in den ersten Jahren

Das RZ 2 an seiner endgültigen Position ... und des gab auch Winter in Italien!


Damals wurde dann auch bekannt, dass die Bundeswehr einen Zentralen Sanitätsdienst einrichten würde und dass die LwSanStffJaboG 32 ab dem 1. April 2002 aus dem Verbund des Geschwaders herausgelöst würde. In einem feierlichen Appell verabschiedete uns der damalige Kommodore des Geschwaders, Oberst Stütz, aus dem Verband. Wir wurden jetzt zu einem teilweise eigenständigen Dienstleister, behielten aber vorerst unseren alten, vertrauten Namen. Unsere neue vorgesetzte Dienststelle wurde das Leitsanitätszentrum 430 in Kaufbeuren, das seinerseits dem Sanitätskommando IV in Bogen unterstellt war. Der gesamte Zentrale Sanitätsdienst richtete sich sehr deutlich nach den Gepflogenheiten und Bräuchen des Heeres aus. Verfahren wurden auf Heereswege umgestellt, kurz: es herrschten teilweise ,,verheerende« Zustände.

Erst zum 1. April 2005 erhielten wir die seit langem angekündigte neue STAN eines Sanitätszentrums. Damit verbunden waren der neue Name ,,SanZ Untermeitingen", die Anhebung der Funktion des Leiters auf die Disziplinarstufe 2 (Bataillonskommandeur), sowie der Übergang der Disziplinarstufe I auf den SanDstOffz. Der Personalumfang erhöhte sich Zug um Zug auf über 80 Mitarbeiter. Der Nachteil war nur, wir saßen und sitzen immer noch in dem Gebäude, das zwar 1991 instandgesetzt worden war, aber in seiner Grundsubstanz aus dem Jahr 1934 stammt. Erst im Frühjahr 2008 zeichnete sich vorsichtig am Horizont eine Möglichkeit ab, dass es zu einem Neubau mit Baubeginn im Jahr 2009 kommen könnte. Aber wie bekannt, ist wieder nichts daraus geworden. Und unter Berücksichtigung der Geschwaderauflösung wird wohl meines Erachtens niemals mehr daraus etwas werden.

Die Zeit der Unterstellung unter das Geschwader war für die Sanität eine schöne und beschützte Zeit. Es gab für alle Dinge des täglichen Lebens meist vor Ort Ansprechpartner, die gerne und kompetent halfen.

Auch war die ständige kollegiale Zusammenarbeit mit der Dienststelle "Fliegerarzt JaboG 32" immer erfreulich, konstruktiv und nutzbringend für beide Seiten. Der Fliegerarzt mit seiner Dienststelle war immer im Haus der Sanität untergebracht und das war gut so.

Als Redakteur dieser Seiten hoffe ich, den Lesern einen kleinen Einblick in das Leben in der LwSanStff JaboG 32 gegeben zu haben. Sollten Sie Anmerkungen, Kritik oder Zustimmung ausdrücken wollen, oder wenn Sie gar zusätzlich neue Informationen besitzen, die Sie uns mitteilen wollen, schreiben Sie mir direkt eine Mail (zanipolo(at)gmail.com) oder wenden Sie sich an den Administrator dieser Seiten. Sie können natürlich auch gerne das neu eingerichtete Besucherbuch nutzen.

Dr. Karl Werner, Oberfeldarzt a.D.


Staffelchefs LwSanStff JaboG 32

01.05.1957 – 30.06.1957 StArzt Dr. Renftle

01.07.1957 – 27.02.1958 OStArzt Dr. Eilermann

01.01.1958 – 15.08.1958 StA Dr. Empter

16.08.1958 – 27.02.1959 StA Dr. Probst

01.01.1959 – 31.08.1960 OStArzt Dr. Hupfeld

01.09.1960 – 31.03.1963 OStArzt Dr. Kaschel

01.04.1963 - 31.03.1972 OFArzt Dr. Schirmböck

01.04.1972 – 30.09.1972 OStArzt Dr. Zacher

01.10.1972 – 31.12.1973 OFArzt Dr. Golditz

01.04.1973 – 30.09.1981 OFArzt Dr. Woy

01.10.1981 – 30.09.1983 OFArzt Dr. Munk

01.10.1983 – 31.12.1984 OStArzt Dr. Berger

01.01.1985 – 30.06.1985 OStArzt Dr. Adolph

01.07.1985 – 30.09.1989 OFArzt Dr. Knie

01.10.1989 – 30.11.1991 OFArzt Dr. Knöfel

01.12.1991 – 31.03.2002 OFArzt Dr. Werner

zum 01.04.2002: Umstrukturierung in SanZ Untermeitingen danach:

LtrSanZ Untermeitingen ab

01.04.2002 bis 31.07.2009 OFArzt Dr. Werner

StffFw LwSanStff JaboG 32:

01.05.1957 – 30.06.1958 OFw Röckelein

01.07.1958 – 31.01.1962 HFw Holst

01.02.1962 – 16.06.1963 OFw Bogenrieder

17.06.1963 – 30.09.1990 StFw Büttner

01.10.1990 – 31.03.2002 StFw Ostermöller

zum 01.04.2002: Umstrukturierung in SanZ Untermeitingen danach:

"Spieß" SanZ Untermeitingen ab:

01.04.2002 - 28.10.2005 StFw Ostermöller

29.10.2005 - heute StFw Tillmann

SanDienstOff bzw. Ausbildungsoffz:

Hier sind meine Informationen sehr lückenhaft, aber der Offizier in der Staffelführung war immer wichtig und ein typisches Zeichen für eine großen SanStff Typ "D". Ich nenne hier die Namen der Offizierein chronologischer Reihenfolge und hoffe sehr, dass mir jemand die genauen Daten (oder wenigsten Jahre) nachliefern kann.

Hptm Hächler

Hptm Bauer

Hptm Bolten


Bei der 50-Jahrfeier des SanZ Untermeitiingen kam als einer der zahlreichen Gäste ein älterer Herr in Begleitung seiner Ehefrau zu uns. Er ging langsam und führte ein mobiles Sauerstoffgerät mit sich. Er tat sich sichtlich schwer, aber er war sehr interessiert und wusste viel zu erzählen.

Irgendwann einmal zog er aus einer mitgebrachten Tasche ein in blaues Leder gebundenes Fotoalbum heraus, auf dem das Luftwaffenemblem angebracht war und auf dem "Meine Dienstzeit" aufgedruckt war.

Es waren Erinnerungsstücke an seine Dienstzeit, die er fein säuberlich eingeklebt und über all die Jahre aufbewahrt hatte. Diese Stücke reichten von der ersten Dienstfahrkarte zur Grundausbildung nach Landsberg, über eine Spindordnung bis hin zu Bildern von seiner Arbeit in der Fahrbereitschaft der LwSanStff JaboG 32.

Er betonte immer wieder, dass er sich sehr gerne an seine Dienstzeit im Lechfeld zurückerinnere. Er erlaubt mir, das Album zu kopieren und ich möchte es hier dem interessierten Leser vorstellen.

... so hat sich der Wehrpflichtige das damals vorgestellt!


Es gab wohl auch etwas beschaulichere Momente auf der Flight

Bei Flugtagen und anderen Gelegenheiten war die LwSanStff auf der Flight vertreten.

Kaum zu glauben, aber auch dieser Krankenwagen war im Lechfeld stationiert

Bei einem Flugtag war die Sanität aufmarschiert

Aufbauarbeiten zum Flugtag


Eindrücke von verschiedenen Übungen:

... manchmal wurde es rutschig ...

das ist ein LKW 2,0 to Krkw Unimog

... oder nass ...

Parole durch den Spieß im Gelände

und so sahen lange Jahre die Bettenstationen im Gelände aus.


Der Dienstbetrieb in der LwSanStff in frühen Jahren:

damals: die truppenärztliche Sprechstunde

damals: die G-Kartei

damals: das Labor

damals: der Truppenzahnarzt


Hausbesuch beim Militärbischof:

ein Podologe, ein Gitarrist, ein Bischof und ein Doc im bischöflichen Palais in Augsburg

... ein andächtiger Moment mit vielen wichtigen Leuten!

NATO-Übung in Balikeshir 1993:

An der NATO-Übung in Balikeshir 1993 nahmen als Sanitätsdienst ein Fliegerarzt (Vertreter), ein Fliegerarztgehilfe (original) und eine blonde Rettungsassistentin teil. Und die war der türkischen Presse (Hürriyet) gleich zwei Bilder in einem Artikel über die Übung wert.

Dagegen konnte ein mutiger Fliegerarztgehilfe, der in einem wackeligen Boot über das Wasser nahe der Galatabrücke kaum noch punkten. Aber schön war die Reise übers Wasser doch: "Doc, da müssen wir rüber!" war der Originalton vom Ernst und nach kurzen Verhandlungen auf Deutsch und Türkisch mit einem nichtsahnenden Fischer ging es los!

das war Abenteuer pur!


In Erinnerung an den langjährigen Vertragsarzt Dr. Groll:

Bei der Übernahme der Minigolfschläger im Gespräch, bei der gleichen Feier

in seinem Bootshaus am Hopfensee bei einer Staffelübergabe als Gast

bei einer Weihnachtsfeier bei der Sprechstunde

mit dem StffFw beim Kaffee